Internationale Seeschifffahrts-Organisation
{{Infobox Vereinte Nationen
| Name= Internationale Seeschifffahrts-Organisation
| engl. Name= International Maritime Organization
| franz. Name= Organisation maritime internationale
| Flagge= Flag of the International Maritime Organization.svg
| Flaggentext=
| Bild= International Maritime Organization Building - London - Across the Thames - 240404.jpg
| Bildunterschrift= IMO-Hauptgebäude in London
| Organisationsart= Sonderorganisation
| Kürzel= IMO, OMI
| Leitung= Koji Sekimizu {{Internetquelle | url= http://www.imo.org/MediaCentre/SecretaryGeneral/Pages/Default.aspx | titel= Personal Page Secretary-General | zugriff= 30. Januar 2012 }}{{Internetquelle | url= http://www.imo.org/MediaCentre/PressBriefings/Pages/Positional-changes-at-IMO-Secretariat.aspx | titel= Presseinformation IMO | zugriff= 30. Januar 2012 | zitat = Positional changes at IMO Secretariat}}
| Status=
| Gegründet= 1958
| Hauptsitz= London
| Oberorganisation=
| Tochterorganisationen=
| Website= [http://www.imo.org/ www.imo.org]
}}
Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (engl.: International Maritime Organization, IMO; franz.: Organisation maritime internationale) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) mit Sitz in London. Ihre Gründung wurde schon 1948 beschlossen, die mehrfach geänderte Satzung trat jedoch erst 1958 in Kraft, am 13. Januar 1959 nahm sie ihre Tätigkeit auf. Bis 1982 führte sie die Bezeichnung Zwischenstaatliche Beratende Seeschiffahrts-Organisation (engl.: Inter-Governmental Maritime Consultative Organization, IMCO). Ihr gehören 170 Staaten als Vollmitglieder an (2011), sowie als assoziierte Mitglieder die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao der VR China sowie die staatsrechtlich zu Dänemark gehörigen Färöer.
Aufgaben und Finanzierung
Die IMO hat sich zum Ziel gesetzt,* alle nicht rein wirtschaftlichen Angelegenheiten der Handelsschifffahrt international zu regeln,
* die Meeresverschmutzung durch Schiffe zu verringern und möglichst ganz zu verhüten
* die Schiffssicherheit sowie die Sicherheit der Seefahrt insgesamt zu verbessern.
Das Motto der IMO lautet: „Sichere, geschützte und effiziente Schifffahrt auf sauberen Meeren“. Bis vor etwa zwei Jahren lautete das Motto „Sicherere Schiffe und sauberere Meere“. Die Arbeitssprachen der Organisation sind Englisch, Französisch und Spanisch, die weiteren Amtssprachen sind Arabisch, Chinesisch und Russisch.
Zur Durchsetzung ihrer Politik arbeitet sie mit anderen UN-Einrichtungen und nichtstaatlichen Organisationen zusammen, insbesondere im Umweltschutz und bei der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Seeleute. Seit ihrem Bestehen hat die IMO etwa 40 internationale Übereinkommen erarbeitet und regelmäßig aktualisiert, um ihre Ziele zu erreichen. Sie behandeln zum Beispiel die berufliche Befähigung und die Sicherheit der Schiffsbesatzungen (insbesondere das STCW-Übereinkommen), die Verhütung von Havarien (insbesondere das SOLAS-Übereinkommen), die Verhütung und Bekämpfung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL-Übereinkommen), verbesserte Such- und Rettungsmaßnahmen bei Seenot, sowie Schutz vor Piraterie und Terrorismus (insbesondere der ISPS-Code als neues Kapitel XI-2 des SOLAS-Übereinkommens). Die nach Unterzeichnung, Ratifikation, Annahme oder Beitritt für den betreffenden Staat völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen werden ergänzt durch etwa 700 unverbindliche Entschließungen, Kodizes und Handbücher, deren Einhaltung die internationale Zusammenarbeit erleichtern
Der Haushalt wird durch gestaffelte Mitgliedsbeiträge finanziert. Die Höhe der Einzelbeiträge richtet sich nach dem Anteil des jeweiligen Mitgliedstaates an der Welthandelstonnage; Hauptzahler sind (in dieser Reihenfolge) Panama, Liberia und die Bahamas.
Zur Verbesserung der Ausbildung und der technischen Zusammenarbeit wurde 1983 in Malmö/Schweden die Weltschiffahrts-Universität (World Maritime University) gegründet. Dieses Projekt wird von der schwedischen Regierung freiwillig mitfinanziert.
Für den jährlichen World Maritime Day gibt die IMO jeweils den Zeitrahmen und ein Motto vor. Die IMO selbst begeht den World Maritime Day 2011 an ihrem Sitz in London am 29. September; sein Motto lautet "Piracy: orchestrating the response". Als Day of the Seafarer hat die IMO den 25. Juni eines jeden Jahres festgelegt, um Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber den Seeleuten zum Ausdruck zu bringen.
Organe
- Der Versammlung gehören alle Mitgliedstaaten an. Sie tagt zweijährlich im November und legt das Arbeitsprogramm und den Haushalt der Organisation fest.
* Der Rat besteht derzeit (2004) aus 40 Mitgliedern, die ein besonderes Interesse an der Seeschifffahrt haben. Er tagt zwischen den Versammlungen.
* Dem Schiffssicherheitsauschuss gehören alle Mitglieder an. Er befasst sich nach Bedarf mit technischen Sicherheitsfragen.
* Der Rechtsausschuss erarbeitet hauptsächlich die seerechtlichen Normen und Kodizes.
* Der Ausschuss für technische Zusammenarbeit befasst sich mit Projekten zur Unterstützung von Entwicklungsländern.
* Der Ausschuss für den Schutz der Meeresumwelt wurde 1973 gegründet und befasst sich mit den wachsenden Problemen der Meeresverschmutzung.
* Der Ausschuss für die Erleichterung des internationalen Seeverkehrs wurde 1991 für Fragen der Vereinheitlichung und Vereinfachung der Abfertigung von Schiffen, Fahrgästen und Ladungen in fremden Häfen gegründet. Seine formelle Institutionalisierung ist für nächstes Jahr zu erwarten, wenn die erforderliche Anzahl an Zustimmungserklärungen zu den einschlägigen Änderungen des Übereinkommens über die Internationale Seeschifffahrts-Organisation zustande gekommen sein wird, nämlich zwei Drittel der IMO-Mitgliedstaaten.
* Das Sekretariat bildet ein etwa 300-köpfiges Verwaltungsorgan, das durch den Generalsekretär der IMO geführt wird.
Generalsekretär
Der aktuelle Generalsekretär ist Koji Sekimizu (Japan). Seine vierjährige Amtszeit begann am 1. Januar 2012. Er folgt Efthimios E. Mitropoulos nach, der über zwei Amtsperioden den Posten des Generalsekretärs innehatte.{{Internetquelle | url= http://www.imo.org/Newsroom/mainframe.asp?topic_id=85 | titel= Secretary-General's biography | zugriff= 19. Juli 2009 | zitat= Mr. Efthimios Mitropoulos of Greece is the seventh Secretary-General of the International Maritime Organization }}
Ehemalige Generalsekretäre:
* 1959 Ove Nielsen (Dänemark)* 1961 William Graham (Vereinigtes Königreich; kommissarisch nach dem Tod von Ove Nielsen)
* 1963 Jean Roulier (Frankreich)
* 1968 Colin Goad (Vereinigtes Königreich)
* 1974 C P Srivastava (Indien)
* 1990 William O'Neil (Kanada)
* 2003 Efthimios E. Mitropoulos (Griechenland)
Mitgliedsländer
170 Länder sind Vollmitglieder; 3 Länder sind assoziierte Mitglieder.[http://www.imo.org/About/Membership/Pages/MemberStates.aspx Internationale Seeschifffahrts-Organisation, IMO] → Mitgliedsländer.
Im Weiteren gibt es viele IGOs mit Beobachterstatus[http://www.imo.org/About/Membership/Pages/IGOsWithObserverStatus.aspx IMO] → IGO mit Beobachterstatus und NGOs mit Konsultativstatus.[http://www.imo.org/About/Membership/Pages/NGOsInConsultativeStatus.aspx IMO] → NGO mit Konsultativstatus
Siehe auch
Einzelnachweise
Weblinks
{{Commonscat|International Maritime Organization|Internationale Seeschifffahrts-Organisation}}
* [http://www.imo.org/ Offizielle Website] (englisch)
* [http://www.wmu.se/ Website der World Maritime University (Weltschifffahrts-Universität)] (englisch)
* [http://www.itlos.org/ Internationaler Seegerichtshof (Sitz: Hamburg)] (englisch/ französisch)
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Kategorie:UN-SonderorganisationKategorie:Seeschifffahrt
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no:Den internasjonale skipsfartorganisasjonen
pl:Międzynarodowa Organizacja Morska
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sl:Mednarodna pomorska organizacija
sr:Међународна поморска организација
sv:Internationella sjöfartsorganisationen
uk:Міжнародна морська організація
vi:Tổ chức Hàng hải Quốc tế
zh:國際海事組織
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